Es schneielet: Winterwanderung am Bödele (Vorarlberg AT)

Der Weg führt durch traumhafte Winterlandschaften in verschneite Wälder und bietet wunderschöne Aussichten auf die umliegenden Berge.

Gegenüber des Berghof Fetz auf dem Vorarlberger Bödele liegt ein grosser Parkplatz (kostenpflichtig, nur Barzahlung möglich). Von dort aus wandert man über den Oberen Geisskopf zum Geisskopf und folgt so grösstenteils der hier beschriebenen Route. Beim Bergvorsäss machten wir jedoch kehrt und folgten der Strasse «Moltach», später der «Blatten» zurück zum Oberen Geisskopf. Zeitbedarf ca. 2.5 Stunden.

Route: Bödele – Oberer Geisskopf – Geisskopf – Moltach – Blatten – Bödele (2.5 Stunden)

Eurobargeld für den Parkplatz nicht vergessen wir hatten nur die Kreditkarte dabei und dementsprechend ein kleines Problem. 🙂

Fürstlich wandern

Eine Gratwanderung in den Liechtensteiner Alpen, die ihresgleichen sucht: Der Fürstin-Gina-Weg bietet ein prächtiges 360-Grad-Panorama und eine neue Perspektive auf den Säntis und das Alpsteingebirge. Der Zeitbedarf für diese Rundwanderung ist je nach Kondition 4 Stunden.


Gestartet wird im Bergdorf Malbun, die Parkplätze am Dorfeingang (im Dorf selbst gibt es gar keine) sind kostenlos, der Ort ist aber ab Vaduz auch bequem per Bus erreichbar. Von Malbun ging’s mit dem Sessellift nach Sareis (GA und HTX nicht gültig, dafür gibt’s Studentenrabatt, yeah!). Oben auf 2000 m angekommen, waren wir schon ganz begeistert von der tollen Aussicht und der eindrücklichen Gerölllawine.

Das Panorama wurde aber noch imposanter: Von Sareis ging’s ca. eine Stunde gemütlich dem Grat entlang, mit wunderbarer Aussicht nach Österreich zu unserer Linken, und in Richtung Schweiz zu unserer Rechten. Danach folgte ein halbstündiger, relativ anstrengender Aufstieg auf den Augstenberg, der mit 2359 M.ü.M. fast auf Augenhöhe mit dem Säntis liegt. Die Sicht auf das Alpsteingebirge und die Buchser Berge ist einmalig.

In einer guten halben Stunde steigt man steil vom Augstenberg hinab zur Pfälzerhütte des Liechtensteiner Alpenvereins mit Übernachtungsmöglichkeit (reine Wanderzeit Sareis-Pfälzerhütte 2h). Der Kaffee in der Hütte ist so, wie er sein soll: kräftig und frisch gebraut. Auch die grossen Tagesteller (normal und vegi für CHF 17.50) unserer Tischnachbarn sahen lecker aus.

Von der Pfälzerhütte könnte man in 3h 30min zur Schesaplana-Hütte im Bündnerland (CH) wandern und die Rundwanderung so zu einer 2-Tages-Tour ausbauen.

Der Weg zurück nach Malbun führt in gut 2 Stunden über bunte Blumenwiesen zur Tälihöhe. Auf dieser Strecke sind kaum Wanderer unterwegs. Wer wie wir Glück hat, sieht in der Bergeinsamkeit vielleicht sogar Murmeltiere (Gott sind die süss!).


Wichtig: Es gibt keine Möglichkeit, unterwegs sein Trinkwasser aufzufüllen, auch das Leitungswasser bei der Pfälzerhütte ist nicht trinkbar. Wir haben pro Person 2l Wasser mitgetragen. Auf dem ganzen Weg gibt es keinen Schatten, Sonnenschutz ist also Pflicht. (Ich hatte vergessen, mich einzucremen und hatte den Sonnenbrand meines Lebens, autsch.) Insgesamt wandert man auf der ganzen Strecke rund 950 Höhenmeter hinab. Wer Knieprobleme hat, dem empfehle ich, den Weg in die andere Richtung zu begehen (ist genauso schön).

Äulischlucht: Instagram vs. Reality

Äulischlucht

Kürzlich sah ich diesen Beitrag über die Äulischlucht an der Thur (Toggenburg, Kanton St. Gallen, Schweiz) in der Coopzeitung. Das Foto des türkisfarbenen Wassers erzielte bei mir die gewünschte Wirkung: In die Äulischlucht, da muss ich unbedingt hin!

Äulischlucht

In Lichtensteig angekommen, wurden wir leider enttäuscht. Es erwartete uns kein paradiesisches Türkis, die Thur ähnelte eher einer braunen Suppe, die keine Lust auf Baden machte.

Auch die Wanderung von Dietfurt bis zur Äulischlucht in Lichtensteig war ein Reinfall, denn der Name des «Thurwegs», dem wir auf der Strecke eigentlich folgen wollten, entpuppte sich als irreführend. Der Wanderweg heisst nicht etwa so, weil er der Thur entlang verläuft (zumindest nicht auf allen Etappen), sondern vom Anfangs- bis zum Schlusspunkt der Thur führt. Von Dietfurt nach Lichtensteig geht der Weg eben nicht dem Fluss entlang, sondern in einem steten Rauf und Runter über die Hügelkette, ganz in der Nähe der lauten Umfahrungsstrasse mit viel stinkendem Abgas. Also nichts für heisse Hochsommertage!

Fazit: Es lohnt sich nicht, sich wie ich lange ins Auto zu setzen, um extra zur Äulischlucht zu fahren. Wer aber sowieso in der Gegend ist, für den ist sie sicher einen Abstecher wert. Ich empfehle aber, so nahe wie möglich zur Schlucht hinzufahren (siehe Google Maps).

Die Äulischlucht ist schon ganz hübsch, einfach nicht auf die karibische Art und Weise, die das Bild der Coopzeitung vermuten lässt. Die Realität sieht ja meist anders aus als Instagram, leider.

Tipp I: Die besten Chancen auf klares, blaues Wasser hat man, wenn man um die Mittagszeit hinfährt, wenn die Sonne im Zenit steht. Auch sollte man darauf achten, dass es nicht gerade geregnet hat.

Tipp II: 5 Minuten von der Äulischlucht entfernt liegt der Fabrikladen von Kägifret, wo man Schokolade zum Schnäppchenpreis ergattern und gratis Kostproben naschen kann.