Äulischlucht: Instagram vs. Reality

Äulischlucht

Kürzlich sah ich diesen Beitrag über die Äulischlucht an der Thur (Toggenburg, Kanton St. Gallen, Schweiz) in der Coopzeitung. Das Foto des türkisfarbenen Wassers erzielte bei mir die gewünschte Wirkung: In die Äulischlucht, da muss ich unbedingt hin!

Äulischlucht

In Lichtensteig angekommen, wurden wir leider enttäuscht. Es erwartete uns kein paradiesisches Türkis, die Thur ähnelte eher einer braunen Suppe, die keine Lust auf Baden machte.

Auch die Wanderung von Dietfurt bis zur Äulischlucht in Lichtensteig war ein Reinfall, denn der Name des «Thurwegs», dem wir auf der Strecke eigentlich folgen wollten, entpuppte sich als irreführend. Der Wanderweg heisst nicht etwa so, weil er der Thur entlang verläuft (zumindest nicht auf allen Etappen), sondern vom Anfangs- bis zum Schlusspunkt der Thur führt. Von Dietfurt nach Lichtensteig geht der Weg eben nicht dem Fluss entlang, sondern in einem steten Rauf und Runter über die Hügelkette, ganz in der Nähe der lauten Umfahrungsstrasse mit viel stinkendem Abgas. Also nichts für heisse Hochsommertage!

Fazit: Es lohnt sich nicht, sich wie ich lange ins Auto zu setzen, um extra zur Äulischlucht zu fahren. Wer aber sowieso in der Gegend ist, für den ist sie sicher einen Abstecher wert. Ich empfehle aber, so nahe wie möglich zur Schlucht hinzufahren (siehe Google Maps).

Die Äulischlucht ist schon ganz hübsch, einfach nicht auf die karibische Art und Weise, die das Bild der Coopzeitung vermuten lässt. Die Realität sieht ja meist anders aus als Instagram, leider.

Tipp I: Die besten Chancen auf klares, blaues Wasser hat man, wenn man um die Mittagszeit hinfährt, wenn die Sonne im Zenit steht. Auch sollte man darauf achten, dass es nicht gerade geregnet hat.

Tipp II: 5 Minuten von der Äulischlucht entfernt liegt der Fabrikladen von Kägifret, wo man Schokolade zum Schnäppchenpreis ergattern und gratis Kostproben naschen kann.